HolidayCheck Bewertungs-Report 2026: Wie unterschiedlich Generationen bewerten

Der HolidayCheck Bewertungs-Report 2026 zeigt: Wie wir bewerten, hängt stark von unserer Generation ab. Während einige strukturiert vergleichen, reagieren andere spontan und emotional und teilen ihre Erfahrungen bewusst als Teil ihres digitalen Selbst.

Online customer satisfaction Survey service concept, client rate service from experience in application,Consumer give five-Stars and feedback review for quality, Business reputation ranking from buyer

Das Wichtigste in Kürze

  • Bewertungen sind heute Emotion, Identität und Entscheidungshilfe zugleich
  • Vier Bewertungs-Typen je nach Generation – von analytisch bis emotional
  • Gen Z bewertet spontan und emotional – oft zur Selbstdarstellung
  • Social Media und Bewertungen via Bewegtbild gewinnen an Vertrauen – vor allem bei Jüngeren

Warum wir überhaupt bewerten

Trotz aller Unterschiede gibt es eine Gemeinsamkeit: Bewertungen helfen. Über alle Generationen hinweg geben die meisten an, mit ihren Erfahrungen anderen Orientierung bieten zu wollen.

Doch gerade bei jüngeren NutzeriInnen kommt eine weitere Dimension hinzu. Für die Gen Z ist das Bewerten nicht nur nützlich, sondern auch sozial geprägt:

  • 68 Prozent geben an, dass es ihnen Spaß macht, Bewertungen zu schreiben – bei den Babyboomern sind es nur 38 Prozent
  • Mehr als die Hälfte fühlt sich dadurch als Teil einer Community
  • Fast jeder Zweite nutzt Bewertungen auch zur Selbstdarstellung

Bewertungen werden somit zum Ausdruck der eigenen Persönlichkeit – und nicht nur zur Weitergabe von Informationen genutzt.

Gen Z: Emotional, spontan und sozial geprägt

Besonders deutlich wird der Unterschied bei der jüngsten Generation: 68 Prozent der Gen Z bewerten spontan, wenn sie etwas besonders gut oder schlecht finden – bei den Babyboomern sind es nur 36 Prozent.

Gefühle spielen dabei eine große Rolle. So geben 31 Prozent an, positive Aspekte bewusst stärker hervorzuheben, wenn ihnen ein Anbieter sympathisch ist. Gleichzeitig sagt fast jeder Fünfte, dass negative Punkte abgeschwächt werden, um niemandem zu schaden.

Für 82 Prozent ist das Schreiben von Bewertungen zudem ein Ausdruck der freien Meinungsäußerung – ein klarer Hinweis darauf, welchen Stellenwert Feedback heute hat.

Vertrauen im Wandel: Von Text bis TikTok

Bewertungen finden längst nicht mehr nur als Text statt. Videos, Social Media und kurze Clips gewinnen zunehmend an Bedeutung – besonders bei jüngeren Zielgruppen.

So halten 41 Prozent der Gen Z Bewertungen in sozialen Medien für besonders glaubwürdig. Bei den Babyboomern sind es dagegen nur 13 Prozent.

Gleichzeitig zeigt sich: Nicht jede Bewertung entspricht der eigenen Erfahrung. 21 Prozent der Gen Z geben an, häufig Bewertungen zu lesen, die nicht mit ihren eigenen Erlebnissen übereinstimmen. Umso wichtiger wird es deshalb, verschiedene Quellen zu vergleichen und Bewertungen im Kontext zu betrachten.

Vier Generationen, vier Bewertungs-Typen

Die Baby-Boomer (1951-1965) agieren als „analytische Entscheider“. Sie vergleichen Bewertungen über mehrere Plattformen hinweg und lesen gezielt mehrere Erfahrungsberichte. Ihr Ansatz ist strukturiert und faktenorientiert.

Die Gen X (1966–1980) agiert als „reflektierte Abwäger“. Sie nutzt verschiedene Quellen, vergleicht unterschiedliche Perspektiven und ordnet Bewertungen bewusst ein. Ihr Ansatz ist ausgewogen und vergleichend.

Die Gen Y (1981–1995) agiert als „pragmatische Entscheider“. Sie nutzt Bewertungen vor allem zur schnellen Orientierung und verlässt sich häufig auf Gesamtbewertungen statt auf tiefgehende Recherche. Ihr Ansatz ist effizient und zweckorientiert.

Die Gen Z (1996–2010) agiert als „emotionale Bewerter“. Sie bewertet spontan und lässt sich stark von persönlichen Eindrücken, sozialen Medien und Einzelmeinungen leiten. Ihr Ansatz ist emotional, schnell und sozial geprägt.

Fazit: Orientierung ja, aber bewusst.

Bewertungen sind nach wie vor eine der wichtigsten Entscheidungshilfen. Gleichzeitig zeigt der Report, dass sie subjektiver, emotionaler und vielfältiger geworden sind.

Wer Bewertungen nutzt, sollte deshalb nicht nur auf die Sterne achten, sondern auch darauf, wer bewertet und aus welcher Perspektive. Die beste Orientierung entsteht, wenn verschiedene Quellen kombiniert werden – von klassischen Plattformen bis hin zu Social Media.

Denn genau darin liegt die Stärke moderner Bewertungen: Sie zeigen nicht die eine Wahrheit, sondern viele Blickwinkel.


Auswertungsgrundlage: 

Die verwendeten Daten beruhen auf einer bevölkerungsrepräsentativen Online-Umfrage der Media Market Insights in Kooperation mit dem Marktforschungsinstitut KANTAR, an der 1.000 berufstätige Personen in abhängigen Beschäftigungsverhältnissen im Alter von 16 bis 69 Jahren im Zeitraum vom 03.11.2025 bis 11.11.2025 teilnahmen.

nach oben scrollen